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Die Haushalte von Rainbach haben per Post einen Fragebogen erhalten, welcher einen wesentlichen Bestandteil des Projektes „E-Gem“ (Energiegemeinde) bildet. Wie bereits in der vergangenen Ausgabe der Rainbacher-Nachrichten, sowie in der Zeitung des Vereines Energie Rainbach, angekündigt, wird mit der Erhebung des Energieverbrauches in der Gemeindebevölkerung damit ein erster wichtiger Schritt abgeschlossen. Ein wesentliches Ziel ist zum Beispiel die Sicherung der Energieversorgung der Region durch den Einsatz heimischer Energieträger und Nutzung der Rohstoffe der Region (Sonne, Wind, Biomasse) – daher muss vorab einmal der Energiefluss- und verbrauch in der Marktgemeinde durchleuchtet werden. Auf ihre Mithilfe sind wir angewiesen! Sollten Sie beim Ausfüllen des Fragebogens Hilfe benötigen, können Sie auf eine Kontaktperson zurückgreifen (auf der ersten Seite des Bogens ersichtlich). Die Abgabe der Erhebung war bis 27. September befristet und es bestand die Möglichkeit, die Bögen bei der anstehenden Landtags-, Gemeinderats und Bürgermeisterwahl beim jeweiligen Wahlsprengel zu hinterlegen. Für die Bemühungen nehmen Sie danach bei einem Gewinnspiel teil, wo attraktive Preise winken – Hauptpreis: Elektroroller (siehe Musterbild). Die Gewinner werden im Rahmen eines vom Verein Energie Rainbach veranstalteten Nachmittags, bei dem die Ergebnisse präsentiert werden, im Frühjahr 2010 ermittelt.

Hinweis: Es nehmen ausschließlich jene Liegenschaften an der Verlosung teil, welche die rechtzeitige Abgabe des Fragebogens – bis 27. September – eingehalten haben. Ermittelte Rücklaufquote v. 7.10.2009: 30 Prozent

Energiegemeinde (EGEM) – Was ist das?

Grob handelt es sich um einen Maßnahmenkatalog, zur Annäherung einer energieautarken Gemeinde. Also in 30 Jahren möchten wir unseren Energiebedarf zu fast 100 % aus erneuerbaren Energiequellen decken. Im Februar 2009 wurde dieses Programm erstmalig im Gemeinderat vorgestellt.

Nachhaltigkeit dieses Zieles:

a) Klima und Umweltschutz

b) Sichere Versorgung

c) Stabile Energiepreise

d) Friedenssicherung

Erneuerbare Energiequellen: Vorrangig Sonne, sowie Biomasse (Wind, Wasser) – je nach Möglichkeit in unserer Region

Die Realisierung des EGem-Programmes unterteilt sich in 6 Module, welche im angeführten Download näher beschrieben werden: beschreibung-egem

Die Firma Xolar führte am 19. März wieder durch einen interessanten Vortrag zum Thema „Solarenergie“. Wie im Vorjahr war dieser Abend im Gasthaus Maurerwirt sehr gut besucht. Im Anschluss gab es auch Gelegenheit zur Diskussion mit den Vortragenden und mit den Vereinsmitgliedern.

Die Firma Xolar: Spezialist für Solaranlagen und Pelletsheizungen und ein idealer Partner für das Gelingen eines derartigen Vorhabens. Weitere Infos unter: www.xolar.at

logo_solarvortragxolar

Rainbach: Einige Leute der Gemeinde haben, wenn sie durch Dreißgen in Richtung Vierzehn wanderten das ca. 800m² große eingezäunte Areal, auf dem 12 verzinkte Stahlrahmen (Qualitätsarbeit vom Wirtl) aufgestellt wurden, entdeckt. Nun, so mancher hat sich schon die Frage gestellt, was denn das wohl sei? Einige waren schon der festen Überzeugung (und sind es wahrscheinlich immer noch), dass die Gestelle zukünftig eine sehr große Fotovoltaikanlage tragen werden. Leider ist dem nicht so! Vielmehr hat die Forschungsabteilung der voestalpine Stahl GmbH einen sogenannten Freibewitterungsstand für organisch beschichtete verzinkte Stahlbänder errichtet. Die 12 Ständer, die genau nach Süden ausgerichtet sind, tragen viele, verschieden lackierte Blechproben, die bis zu 10 Jahren Wind, Regen, Schnee, Wärme, Kälte und dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. An Hand dieser Proben wird die zerstörerische Wirkung der Atmosphäre auf die verschiedenen Beschichtungen erforscht. Dazu ist die genaue Messung der Klima- und Wetterdaten am Standort notwendig. Darum wurde eine hochmoderne und sehr genaue Wettermessstation auf einem 10m hohen Mast errichtet (siehe Bild 1). Damit werden genaue Wetterdaten wie Temperatur, Regenmenge, Sonnscheindauer, UV-Strahlenbelastung, Windrichtung, Windgeschwindigkeit (Bild 3) und die Globalstrahlung (Bild 2) in Halbminutenintervallen das ganze Jahr lang aufgezeichnet. Da die Daten dem Verein Energie Rainbach frei zugänglich sind, ist es dem Verein möglich Interessierten für Kleinwindräder oder Fotovoltaikanlagenbesitzern oder jenen, die es noch werden wollen, eine Ertragsabschätzung für Wind- und Sonnenergie für ihre Anlagen zu erstellen. Die Daten werden zukünftig auch auf unserer Homepage ersichtlich sein.

wetter_station

Aus der Vortragsreihe von Ing. Georg Wagner vom 2. April 2008:
Beim Fahrzeug geht es nicht ausschließlich um CO2 sondern auch Stickoxide, Kohlenmonoxid und Feinstaubpartikel müssen vermieden werden. Mobilität langfristig absichern:
  • Erster Schritt: Sparen
  • Zweiter Schritt: Energiefresser durch neue umweltfreundlichere Produkte ersetzen
Hybrid Antrieb von Toyota Prius und Lexus
Erdgas z.B. Opel Zafira 1.6-CNG, VW Caddy Life Eco Fuel, VW Touran Eco Fuel
Elektro z.B. Smart Fortwo
Pflanzenöl im Tank z.B. LKW, VW, Turbodiesel
Ethanol bei Ford, Saab, Volvo und Citroen
Loremo LS das zwei Liter Auto
Bluetec Abgasreinigung von Mercedes
Umweltpreis für Efficient Dynamics von BMW
Spritspar-Technologie BlueMotion von VW

Hybrid: „Mischung“, „Kombination“ (Ableitung: aus dem Griechischen) – Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor, bei Schubbetrieb des Fahrzeuges wird Strom erzeugt und im AKKU gespeichert. 104 g CO2 je Kilometer beim Prius – 1899 erstes Hybridauto, 1994 Audi 80 duo

Erdgas: 90 % weniger NOx, 98 % weniger Partikel und 15 % weniger CO2
Gastankstelle für zu Hause mit der MobilsGAS TankBOX die gemietet wird – Tankstellennetz www.gas24.de. Eine Tankfüllung kostet ca. € 20, Fast fehlendes Motorgeräusch.

Elektro: Auftanken an jeder 220 Volt Steckdose, lautlose Stadtflitzer: Smart Fortwo mit 41 PS max. 112 km/h – Reichweite 115 Kilometer – Batterie die 1.000 mal geladen werden kann – Aufladezeit: 8 Stunden

Pflanzenöl: Umrüstung von Seriendieselmotoren auf Pflanzenöl – Porsche Freistadt www.motorenumbau.com / www.waldland.at – Wintertauglich bis -10 °C, in jedem Verhältnis mit Diesel mischbar
Ethanol: In Schweden und Brasilien etabliert, Superethanol E85 einfach zu tanken, mehr Leistung, weniger CO², kein Schwefel – Es gibt noch kaum Tankstellen

71,5 Tonnen Co2 wurden durch die Kampagne „fahrRad“ im vergangenen Jahr „eingespart“, jetzt wollen die Initiatoren von Global 2000 und dem Umweltministerium die Aktion weiterführen. Mit „fahrRad“ werden Dienstnehmer motiviert, kurze Autofahrten zu vermeiden und stattdessen mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Voraussetzung ist eine Registrierung auf http://www.fahrradpass.at – die gefahrenen Kilometer werden dann in ein Online-Fahrtenbuch eingetragen.

Mit Hilfe des Fahrtenbuches wird dann die Klimaschutzwirkung des Projektes exakt ausgerechnet, jeder Teilnehmer sieht sofort, wie viel Co2 er vermeidet. „

Energie ist eine physikalische Zustandsgröße. Das gängigste Formelzeichen ist E, jedoch werden für verschiedene Formen der Energie zum Teil auch andere Buchstaben verwendet. Ihre SI-Einheit ist das Joule.

Energie bedeutet in der Physik die im System gespeicherte Arbeit oder die Fähigkeit des Systems, Arbeit zu verrichten. Dabei wird der Unterschied zu einem Referenz-Zustand (Energie-Nullniveau) betrachtet. Die Energie kann in verschiedenen Energieformen auftreten, beispielsweise mechanisch, thermisch, etc.

Der Begriff „Energie“ wurde von dem schottischen Physiker William John Macquorn Rankine im Jahr 1852 im heutigen Sinn in die Physik eingeführt und leitet sich aus dem Griechischen ab: ἐν = in, innen und ἔργον = Werk, Wirken. Der neue Begriff Energie war notwendig, um eine Abgrenzung zum Begriff Kraft zu ermöglichen.

Früher wurde versucht, Energie mit dem Kraftbegriff zu definieren und gelangte zu Begriffen wie „lebendige Kraft“ und „Erhaltung der Kraft“. Dies ist einerseits physikalisch falsch, andererseits kann dies nur für mechanische Energie angewandt werden – bei anderen Energieformen (thermisch, chemisch, etc.) ist die Definition der Energie über den Kraftbegriff sinnlos.

Die Energie E eines Systems lässt sich selbst nicht direkt messen. Man kann Hilfsgrößen messen und daraus den Betrag errechnen. Energie ist eine Erhaltungsgröße: Die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System bleibt konstant (Energieerhaltungssatz).